700.000 Wohnungen genehmigt – aber nicht gebaut

9. Dezember 2019
von Volkmar Schott

Die Bautätigkeit im deutschen Wohnungsbau bleibt auf dem hohen Niveau der letzten Jahre. Das Umfeld historisch niedriger Zinsen und der enorme Zugang in städtische Ballungsräume sind hierbei die Haupttreiber. Die Bevölkerung in den großen deutschen Ballungszentren hat um kaum glaubliche 1.5 Mio. allein zwischen 2013 und 2018 zugenommen.

Gute Nachrichten also für die Immobilienwirtschaft und Bauzulieferindustrie sowie für Investoren im Sektor, die sich häufig fragen, wann die Boomphase vorüber geht. Aktuell sehen wir keinerlei Anzeichen hierfür. Der Auftragsbestand liegt inzwischen bei 700.000 genehmigten und nicht gebauten Wohnungen, was annähernd einem Jahresbauvolumen in Deutschland entspricht.

Andererseits führen diese Rahmenbedingungen zu weiter stark steigenden Immobilienpreise und Mieten, die zu einer der brennenden sozialen Fragen unserer Zeit geworden sind.

Einen aktuellen Ausblick auf die Baukonjunktur für 2020 liefert EY-Parthenon mit der Hochbauprognose 2020.

Die in diesem Artikel wiedergegebenen Ansichten sind die Ansichten des Autors und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der globalen EY-Organisation oder ihrer Mitgliedsunternehmen wider.

Die Nachfrage nach Wohnraum nimmt vor allem in den Großstädten stetig zu, ohne dass das Angebot Schritt hält.

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