Zeit und Kosten dürfen die Bauindustrie nicht hindern, digitaler zu werden - aber es braucht die richtige Ambition und Agenda

26. November 2019
von Johannes Zuberer
 

Es stimmt - digitale Transformation ist eine Mammutaufgabe. Insbesondere für die Bauindustrie, die in Sachen "digital" zu vielen anderen Industrien noch aufholen kann.

Aber: Nichtstun ist wirklich keine Option. Hersteller, Distributeure, Generalunternehmer, Verarbeiter, und natürlich auch Architekten und Planer werden von digital stärkeren Wettbewerbern und Technologien abgehängt werden und perspektivisch den Anschluss verlieren.

Was also tun?

Der Schlüssel ist die richtige digitale Ambition und daraus abgeleitete digitale Agenda

Basierend 

  • auf einem guten Verständnis, wohin sich der eigene Subsektor, die Wettbewerber und die Marktbegleiter entlang der Wertschöpfungskette in Sachen "Digital" entwickeln
  • den im eigenen Unternehmen bereits angestoßenen digitalen Initiativen
  • der eigenen Strategie
  • den Fähigkeiten der eigenen Organisation

muss sich ein umsetzbares, ausreichend konkretes Maßnahmenprogramm ableiten

Diese Agenda stellt sicher, dass begrenzte Ressourcen (also Zeit, Personal und Geld) an den richtigen Stellen investiert sind. In der Bauindustrie sind diese "richtigen" Stellen fast immer: Unterstützung und Schutz des eigenen Kerngeschäfts, Effizienzgewinne, und neue Wege der digitalen Interaktion mit Kunden entlang derer immer digitaler werdenden Customer Journeys. Über disruptive Elemente muss man immer nachdenken, aber für die meisten wird es nicht die allererste Priorität sein.

Die in diesem Artikel wiedergegebenen Ansichten sind die Ansichten des Autors und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der globalen EY-Organisation oder ihrer Mitgliedsunternehmen wider.

Digitalisierung zahlt sich aus, sagen die Baufirmen, die überdurchschnittlich viel in die digitale Transformation investiert haben. Angesprochen auf die Gründe, warum die Baubranche nicht mehr Aufwand in die digitale Transformation steckt, geben ein Drittel Zeitmangel und 35 Prozent hohe Investitionskosten als die wesentlichen Digitalisierungshürden an.

allgemeinebauzeitung.de/abz/digitalisierungsindex-mittelstand-20192020-baubranche-steht-bei-digitalisierung-erst-am-anfang-36052.html